Abschied

Nicht meiner, aber schon mal ein kleiner Vorgeschmack…

Letzte Woche wurde eine Kollegin verabschiedet, die mit 44 Jahren in Rente gegangen ist. Krebs. Sie möchte die letzten Jahre, die ihr bleiben, mit Ihrem Mann genießen, der ebenfalls schon fast in Rente ist (wegen des Altersunterschiedes).

So eine Verabschiedung ist etwas anderes, da geht jemand und sagt endgültig goodbye zu seinem „normalen“ Leben, geht jetzt, weil sie nur noch wenige Jahre zu leben hat. Das ist kein freudiger Anlass, wie der, dass sich jemand auf seinen „wohlverdienten Ruhestand“ freuen darf.

Die Vorgesetzten haben das gut hingekriegt und sich sicher auch viele Gedanken gemacht, wie man warme und persönliche Worte findet, ohne in die Trauer abzudriften. Trotzdem war es natürlich traurig. Zum Schluß hat die Kollegin es tatsächlich geschafft eine kleine Rede zu halten. Sie hat klar und ruhig ausgesprochen, wie gerne sie hier gearbeitet hat und gerne auch noch viele Jahre gearbeitet hätte. Das die Krankheit dies leider verhindert hätte Das sie hier viele nette Menschen kennegelernt hat und zu einigen sicher auch noch weiter Kontakt haben wird….

Ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte. Ich habe großen Respekt vor ihr, wie sie diese Situation gehändelt hat. Ich hatte einen Kloß im Hals…

Es gab auf dieser Veranstaltunge noch einen „Abschied“. Ich habe einer anderen Kollegin mein Beileid ausgedrückt, da ihre Schwester vor einer Woche an Krebs gestorben war. (Ich weiß, es hört sich an, als arbeite ich auf einer Krebsstation, aber ich arbeite mit 60 Menschen zusammen und da hat man solche Fälle eben öfter). Ihre Schwester ist im Hospiz gestorben und zwar ganz ruhig und sanft eingeschlafen. Es geht also doch.

Ein Gedanke zu “Abschied

  1. Judith

    Nein, es hört sich nicht so an als würdest Du auf einer Krebsstation
    arbeiten, Krebs ist leider überall. Als ich vor 2 Monaten im Urlaub war,
    kam ich mit meinem Ferienhausnachbarn ins Gespräch und er erzählte
    mir von seiner Frau die Leukämie hat, da dachte ich „der Schei.. Krebs ist
    einfach überall, verfolgt einem sogar bis in den Urlaub“. Er ist einfach die
    zweithäufigste Todesursache, da wird man einfach immer wieder damit
    konfrontiert im Umfeld.

    LG

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